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Testbericht Rettungsbrett

Testbericht Rettungsbrett
Im Juli 2002 wurden wir vom BRK-Wasserwacht Landesverband Bayern gebeten, für die Firma Chris Craft ein neues Rettungsbrett zu testen. Unsere Erwartungen waren nicht sehr groß, da wir schon seit längerer Zeit keine Rettungsbretter mehr im Wachdienst einsetzen. Hauptgründe dafür sind das hohe Gewicht und die daraus resultierende Unhandlichkeit und Unfallgefahr dieses Rettungsgerätes. Auch die Größe unseres Gewässers macht den Einsatz von Rettungsbrettern nicht sinnvoll. So wird der Umgang damit nur noch im Rahmen der Grundausbildung von Wasserrettern gelehrt.

Bei der Übergabe des zu testenden Rettungsbrettes waren wir dann doch etwas überrascht. Wir bekamen ein handliches, von einer Person leicht zu transportierendes Gerät.
Technische Daten
Länge: 320 cm
Breite: 57 cm
Dicke: 19 cm
Material und Aufbau:
  • Schaumstoffkern mit Glasfaserhülle
  • Carbon verstärkt vorne und hinten
  • im Formverfahren hergestellt
  • Gewicht: 10 - 11 Kg
    Preis: 800 € + Fracht
    Ergebnis
    Absoluter Pluspunkt ist das geringe Gewicht des Rettungsbrettes. Es ermöglicht somit jeder Person einen leichten und sicheren Transport des Brettes zum Wasser.
    Bei längerer Anfahrt zum Verunfallten zeigt das Brett eine ist sehr gut Spurstabilität.
    Die Technik der Rettung eines Verunfallten unterscheidet sich nicht zu den uns bekannten Rettungsbrettern.
    Durch die rechts und links angebrachten Schlaufen hat die zu rettenden Person die Möglichkeit sich am Rettungsbrett festzuhalten.
    Die unten angebrachte abnehmbare Fine ist nach unserer Ansicht nach nicht nötig, eher eine Verletzungsgefahr bzw. vermutlich bald verloren.
    An Land angekommen kann der Gerettete mit vier Personen liegend auf dem Rettungsbrett weiter transportiert werden.
    Da das Brett keinen Hohlraum besitzt, kann es sich auch bei einer Beschädigung der Außenhaut nicht mit Wasser füllen.
     
    Zu diesem Rettungsbrett gibt es im Augenblick keine uns bekannten Alternativen. Es wird seit vielen Jahren bereits in den USA und in Australien im Wasserrettungsdienst erfolgreich eingesetzt. Laut Angabe des Händlers kann bei der Abnahmen einer größeren Menge auch das Wasserwacht-Logo direkt auf dem Rettungsbrett angebracht werden. Der Preis ist mit den herkömmlichen vergleichbar.


    Rudi Brettner
    Techn. Leiter KWW München